Der Hauptausschuss plant und steuert die Aktivitäten des Bundesverbandes und sorgt für die Umsetzung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Vom 16. bis 18. Januar trafen sich die 12 ehren- und hauptamtlichen Mitglieder zu ihrer ersten Sitzung in Frankfurt M.
Bundesverband 2028+, Rechtsextremismus und die Social Media Präsenz
Im Sommer 2025 war den Leitungsgremien des Bundesverbandes durch die Deutsche Bischofskonferenz eröffnet worden, dass die Zuwendungen ab 2027 um einen Drittel auf 200.000 Euro reduziert werden. In Verhandlungen mit der Bischofskonferenz wurde dem Bundesverband in Aussicht gestellt, dass für den mittelfristigen Finanzbedarf noch ein Überbrückungsbeitrag gezahlt würde. Der Umgang mit diesem drastischen Einschnitt in der Finanzierung der bundesweiten Zusammenarbeit und Unterstützung der Hochschulpastoral, stand somit im Zentrum der ersten Sitzung des Hauptausschusses in diesem Jahr.
Bereits im Herbst hatten die Leitungsgremien erste Schritte zur Anpassung des Bundesverbandes an die neuen finanziellen Gegebenheiten beschlossen: Das Bürogebäude der Geschäftsstelle wird Mitte 2027 zugunsten einer “Briefkastenlösung” und einer virtuellen Geschäftsstelle aufgelöst. Nach der im Sommer 2028 absehbaren Pensionierung des derzeitigen Geschäftsführers wird es keine Neubesetzung der Stelle geben; die Geschäftsführungsaufgaben müssen dann auf die bestehenden Stellen und ggf. Personen in den Leitungsgremien aufgeteilt werden.
Weil so tiefgreifende Einschnitte im Bereich der Geschäftsstelle nicht ohne Veränderungen im Bereich der Leitung, der Koordination und der Angebote und (Dienst)leistungen des Bundesverbandes bleiben können, hat der Hauptausschuss eine Arbeitsgruppe “BKKH 2028+” eingesetzt, der folgende Personen angehören: Peter Bernards (Erzbistum Köln, Hauptausschuss), Jonas Borgwardt (KHG Flensburg), Antonia Huybrechts (Geschäftsstelle), Lukas Rölli (Geschäftsführung), Raphael Röwekamp (KSHG Münster). Die Arbeitsgruppe soll ihre Beratungen im März aufnehmen und den Gremien bis spätestens September Beschlussvorschläge zu folgenden Themen machen: Aufbau und zukünftige Arbeitsschwerpunkte der Geschäftsstelle, Gremien (Größe, Aufgaben etc.) und deren Begleitungsbedarf, Zukunft der Bildungsangebote und Veranstaltungen inkl. Mitgliederversammlung sowie weitere Sparpotentiale im Bundesverband. Der Hauptausschuss wird über die Beratungen der AG laufend informiert werden. Ziel ist es, alle Maßnahmen, die eine Änderung der Satzung voraussetzen, bis Ende September 2026 einvernehmlich zu beschließen und dann den Mitgliedern für die MV Mitte November nachvollziehbar zur Verabschiedung vorzulegen.
Neben der Gestaltung dieses Anpassungsprozesses hat der Hauptausschuss sehr bewusst inhaltliche Themen aufgegriffen, die er für die Unterstützung der christlich-sozial fundierten gesellschaftlichen Arbeit der Hochschulgemeinden für wichtig hält. In einem Jahr mit gleich mehreren wichtigen Landtagswahlen will er die Hochschulgemeinden auf der Grundlage des in der MV verabschiedeten Papiers zum Umgang mit Rechtsextremismus weiter ermutigen, sich aktiv für die Stärkung von Demokratie und die Verteidigung der Grundrechte in unserem Staat einzusetzen. Entsprechende Angebote werden mit Unterstützung der Geschäftsstelle (Antonia Huybrechts) entwickelt.
Auch bei der Themenfestsetzung für die Mitgliederversammlung vom 13./14. November 2026 in Bonn spielten die gegenwärtigen (welt-)politischen Veränderungen eine zentrale Rolle. Die MV wird sich am Freitag mit der Frage befassen, wie wir als Christ*innen dem politischen Paradigmenwechsel hin zu Stärke, Macht und Durchsetzungskraft begegnen können, etwa durch Empathie und Zärtlichkeit. Die Vorbereitungsgruppe wird im März ihre Arbeit aufnehmen.
Die Social Media Präsenz des Bundesverbandes wird wiederum durch studentische Mitglieder des Hauptausschusses unterstützt: Celine Holz, Sarah Kopetz (beide KSHG Münster) und Tirza Wigand (KHG Göttingen).


