Am 6. Juli trainierten Haupt- und Ehrenamtliche sowie Verwaltungsangestellte aus der Hochschulpastoraltrafen in einem digitalen Workshop den Umgang mit Populismus. Angeleitet wurden sie von dem Politologen und Erwachsenenbildner Prof. Dr. Hufer.
Am 6. Juli lud der Bundesverband zu einem kostenfreien Online-Training „Argumente gegen Stammtischparolen: Populismus aus der Mitte der Gesellschaft“ mit Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer ein. Fast 30 Mitarbeitende aus Hochschul- und Studierendengemeinden nahmen an dem Training teil.
Zu Beginn erläuterte Prof. Hufer den Teilnehmenden, was Stammtischparolen ausmacht und warum sie so gefährlich sind. Sie sind weit verbreitet, vereinfachen komplexe Themen, bedienen Vorurteile und bleiben im Alltag oft unwidersprochen.
Im Mittelpunkt der zweieinhalbstündigen Online-Veranstaltung stand eine Gruppendiskussion zu Parolen über Ausländer und Geflüchtete. Es diskutierten drei Teilnehmende, die eine Parole vertreten sollten, mit drei Personen, die dagegen argumentierten. Die anschließende Reflexion zeigte, wie herausfordernd solche Situationen sein können und welche Gefühle sie auslösen.
Der Kern des Trainings war die Ermutigung, überhaupt zu reagieren. „Fast jede Reaktion ist besser als keine – Schweigen ist Zustimmung“, machte Prof. Hufer direkt zu Beginn deutlich. Gleichzeitig sprach er die sogenannten „blockierenden Momente“ an, die viele Menschen kennen, wenn sie unerwartet mit diskriminierenden Aussagen konfrontiert werden. Anhand seiner zehn Tipps zeigte er praxisnah, wie Widerspruch gelingen kann – insbesondere im persönlichen Umfeld. Dabei gilt der Grundsatz: Die Person annehmen, die Position ablehnen. Zugleich wurde betont, dass die eigene Sicherheit immer Vorrang hat und jede Situation individuell eingeschätzt werden muss.
Das Training bot den Teilnehmenden wertvolle Anregungen und mehr Sicherheit für den Umgang mit populistischen und diskriminierenden Äußerungen im Alltag.
Autorin: Hedje Altmaier-Zeidler.

Tel. erreichbar: Mo–Mi, 9–13 Uhr (Kernzeit, Montag)
Zuständigkeiten: Planung und Durchführung von Fortbildungen für Hochschulseelsorger*innen (Einführungskurs, Fortbildung im Frühjahr, Herbsttagung u.a.), Begleitung von Ausschüssen (u.a. Beratung, Hauptamtliche, FLINTA*, Kirchenpolitik und Synodaler Weg)

