Bildungsberatung für Zugewanderte darf nicht gestrichen werden

Bundesverband (BKKH) fordert Ministerin Prien dazu auf, die Förderung der Bildungsberatung für Zugewanderte durch den Bund beizubehalten

Nach der Sommerpause wurden einige Hochschulgemeinden über ihre Partnerorganisationen im Bereich der Studienberatung oder der Sprachförderung darauf aufmerksam gemacht, dass das Bundesfamilienministerium unter Ministerin Karin Prien das Bildungsberatungsprogramm für Zugewanderte, bekannt als „Garantiefonds Hochschulen (GF-H)“, Ende 2026 ersatzlos streichen will. Ohne inhaltliche Begründung soll das Programm dem Sparstift geopfert werden.

Der Vorsitz des Bundesverbandes hat das Thema Anfang September aufgegriffen. Nach der Kontaktaufnahme mit der Koordinierungsstelle des Bildungsberatungsprogramms erschien es sinnvoll, in einer Stellungnahme gegenüber der Ministerin und den Mitgliedern des zuständigen Ausschusses im Bundestag die Rücknahme dieses Sparvorhabens zu fordern. Die Streichung widerspricht allen Bemühungen um Integration von Zugewanderten und um Herstellung von mehr Bildungsgerechtigkeit. Eine entsprechende Mail hat die Geschäftsstelle am 22. September verschickt. Die Beratung des relevanten Haushaltsteils im Haushaltsausschuss des Bundestags ist für den 7. Oktober angesetzt.

Dringende Bitte: Unterstützen Sie das Anliegen über die online Petition

Die GF-H Bildungsberaterin Dorothea Weber hat eine online Petition auf Compact gestartet, die in kurzer Zeit bereits über 100.000 Unterschriften gesammelt hat. Ziel sind 200.000 Unterschriften.
Deshalb bitten wir alle Engagierten in den Hochschul- und Studierendengemeinden, die Petition zu unterzeichnen und den Link in ihrem Bekannten- und Freundeskreis zu verbreiten.

Hier geht’s zur Petition

Wenn Sie sich als Hochschulgemeinden dem Protest mit einer Mail an den oder die örtliche Bundestagsabgeordnete*n anschließen möchten, können Sie gerne mit dem Geschäftsführer Kontakt aufnehmen (Mail an Lukas Rölli).

Garantiefonds Hochschule – ein Erfolgsmodell seit 50 Jahren

Das Bildungsberatungsprogramm „Garantiefonds Hochschule“ unterstützt seit 50 Jahren junge Spätaussiedler*innen und Geflüchtete und weitere Personengruppen beim (Wieder-)Einstieg in ein Hochschulstudium in Deutschland – durch individuelle Beratung, Förderung von Sprachkursen auf C1 Niveau und durch Studienvorbereitung.
In den Jahren von 2020 bis 2025 wurden durch über 20 regionale Beratungsstellen über 36.000 junge Zugewanderte beraten, über 6.400 Personen haben an Deutschkursen C1 teilgenommen, 83 % haben die Prüfung bestanden. Und über 3.400 junge Menschen haben ein Studium erfolgreich aufgenommen.
Eine Reihe von Hochschulgemeinden arbeiten im Bereich der Sprachkurse mit Einrichtungen des Bildungsberatungsprogramms zusammen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Garantiefonds

Lukas Rölli
Dr. Lukas Rölli
Geschäftsführer
0163 339 2367

Tel. erreichbar: Mo – Do von 10 bis 16 Uhr

Zuständigkeiten: Leitung der Geschäftsstelle, Begleitung der Gremien des Bundesverbandes, Außenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit