„Gemeinsam in Hoffnung unterwegs“

Pax Romana / IMCS, der globale katholische Dachverband der Hochschulseelsorger*innen und der Studierendenverbände verabschiedete Mitte Juli die „Erklärung von Chiang Mai 2026“

Hochschulseelsorger*innen und Begleiter*innen von katholischen Jugendorganisationen tauschen sich weltweit seit den 1920er Jahren in der Organisation Pax Romana aus. Sie ist Teil des International Movement of Catholic Students (IMCS – https://imcs-miec.org/) Zum Abschluss eines hybriden Treffens (Global CAFE), das vom 13. bis 19. Juli in Chiang Mai im Norden Thailands stattgefunden hat, verabschiedeten die versammelten Seelsorger*innen, Laienbegleiter*innen und studentische Verantwortliche die Chiang-Mai-Erklärung 2026. An dem Treffen nahmen über 45 Personen teil, aus Deutschland ein Vertreter der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ).

Mit der Erklärung wollen die Teilnehmer des Global CAFE die katholische Hochschularbeit weltweit inspirieren und zugleich einen Rahmen für die weitere Arbeit der Bewegung schaffen – mit einem besonderen Fokus auf der Begleitung junger Menschen und auf ihrem Engagement in Kirche, Gesellschaft und digitaler Welt.

Chiang-Mai-Erklärung 2026 zum Download

Ein lohnenswerter Blick auf junge Kirchen im Süden

Die Erklärung macht deutlich, welche Bedeutung die katholische Sozialethik und das Engagement für soziale Gerechtigkeit und für die Rechte von Minderheiten für die Präsenz der Kirche unter Studierenden und an den Hochschulen in den Ländern des Südens hat. Es lohnt sich deshalb auch für Hochschulseelsorgende und Studierende in Deutschland, die Erklärung zu lesen.

„Gemeinsam in Hoffnung unterwegs“

Unter diesem Titel verpflichten sich die Verantwortlichen der Bewegung, sich stärker mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, die junge Menschen heute betreffen. Dazu zählen insbesondere Armut, Migration, bewaffnete Konflikte, die Zerstörung der Umwelt und der tiefgreifende digitale Wandel.

Im Zentrum der Erklärung steht die Begleitung junger Menschen. Seelsorger, Laienbegleiter und studentische Verantwortliche werden dazu aufgerufen, die katholische Soziallehre stärker zu vermitteln, junge Menschen in ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Verantwortung zu fördern und die Zusammenarbeit innerhalb der internationalen Bewegung auszubauen.

Die Teilnehmenden wollen regionale Aktionspläne entwickeln und sie arbeiteten an einem pastoralen Handbuch der IMCS mit. Es soll künftig die Hochschulseelsorge und katholische Studierendenbewegungen in unterschiedlichen Ländern unterstützen.

„Entscheidend ist, was wir danach tun“

William Nokrek, internationaler Präsident von Pax Romana IMCS, betonte, dass Global CAFE vor allem diejenigen stärken solle, die junge Menschen begleiten. „Wir haben Global CAFE mit einer Überzeugung begonnen: Wenn wir bessere katholische Studierendenbewegungen wollen, müssen wir diejenigen besser befähigen, die junge Menschen begleiten.“ Die eigentliche Wirkung des Treffens werde sich jedoch erst nach der Rückkehr der Teilnehmer in ihre Heimat zeigen, so Nokrek.

Seit mehr als 100 Jahren im Einsatz für Studierende

Pax Romana / IMCS wurde 1921 gegründet und ist heute in mehr als 75 Ländern vertreten. Die internationale Bewegung begleitet katholische Studierende an Hochschulen und Universitäten. Zu ihren Schwerpunkten gehören Glaubensbildung, Persönlichkeits- und Führungskräfteentwicklung, gesellschaftspolitisches Engagement, interkultureller Dialog und sozialer Einsatz.

Quellen: Pax Romana / IMCS , Examiner (Hongkong)

Lukas Rölli
Dr. Lukas Rölli
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